Foto von Tom Hora

Historie

Chronik des Luftsportclub Zülpich 1956 e.V.

1955
Initiator des vereinsgebundenen Modellflugsports im Raum Zülpich und Umgebung ist Peter Gatzweiler aus Zülpich. Er hat bereits 1955 erste Kontakte geknüpft zu einigen Modellbauern in der näheren und weiteren Umgebung von Zülpich. Die Initialzündung zur Vereinsgründung aber war ein Bericht des Redakteurs Otto Becker im Kölner Stadtanzeiger in dem über das Wiederaufleben des Luftsports nach dem II. Weltkrieg allgemein und über den Modellflug im besonderen berichtet wurde.

1956
Es war im Herbst 1956 als die Herren Josef Schneider, Willi Züll, Peter Gatzweiler, Heinz Althausen, Alex Schadt, Heinrich Ohrem, Klaus Becker, Peter Hammes und Jochen Schuba den Entschluß fassten, einen Verein zu gründen und künftig den Modellflugsport gemeinsam zu betreiben.

Die Gründungsversammlung fand statt am 7. Oktober 1956 in der Gaststätte Reuter in der Kölnstraße in Zülpich. Die Gründungsmitglieder gaben dem Verein den Namen – Luftsportclub Zülpich – und beschlossen, den Verein in das Vereinsregister eintragen zu lassen und sich dem Deutschen Aero Club e.V. anzuschließen.

Der ferngelenkte Modellflug war damals noch nicht so richtig „erfunden„ so dass der Modellflug zunächst als reiner Freiflugsport betrieben wurde.

1957 / 1958
In den Jahren 1957/58 entwickelte sich ein reges und aktives Vereinsleben. Der Verein zählte in zwischen fast 50 Mitglieder.
In einem Werkraum in der alten Schule auf dem Mühlenberg wurden unter Anleitung von Alex Schadt, Josef Schneider und Peter Gatzweiler die ersten Modellbau-Lehrgänge durchgeführt. Auf Initiative von Kreisjugendpfleger Roth wurden später auch in Euskirchen, im damaligen Jugendheim an der Kölner Straße, verschiedene Modellbau-Lehrgänge durchgeführt, die großen
Zuspruch fanden.

Erste sportliche Vereinskontakte wurden geknüpft und noch in 1957 fand ein erster sportlicher Vergleich statt, zu dem Vereine aus Kreuzau und Aachen nach Zülpich kamen. Bei recht freundlichem Wetter gingen auf dem Sportplatz die ersten Freiflugmodelle in die Luft. Im Herbst 1957 trat der Verein dann auch erstmals mit einer Modellbauausstellung an die Öffentlichkeit. Mangels anderer geeigneter Räumlichkeiten wurde diese in der alten Notkirche auf dem Mühlenberg ausgerichtet. Für den noch relativ jungen Verein wurde diese Ausstellung zu einem beachtlichen Erfolg. Nach 1957 wurden die ersten offiziellen Modellflugwettbewerbe ausgerichtet. Damals noch reine Freiflugwettbewerbe. In den Folgejahren wurden im Verein die ersten „ferngelenkten“ Motormodelle gebaut.

1965 – 1967
Anfang 1965 konnte auf Vermittlung von Peter Gatzweiler von dem Enzener Landwirt Hubert Quadflieg eine Fläche von rd. 200m² angepachtet werden. Die Keimzelle unseres heutigen Modellflugplatzes.

Die Modellflieger des Vereins sammelten in diesen Jahren auch erste Erfahrungen auf internationalen Wettbewerben in Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Die Begegnung mit Modellflugsportlern aus anderen europäischen Ländern weckte den Wunsch, auch selbst einmal Gastgeber und Ausrichter eines solchen Wettbewerbs zu sein. Während der zum Teil doch recht langen Anfahrten und Rückreisen gab es ausreichend Gelegenheit über ein solches Projekt nachzudenken. In langen Gesprächen zwischen Hans Peter Gatzweiler und Andreas Bungart wurde dann der Entschluß gefasst, selbst einen solchen internationalen Wettbewerb auszurichten. Da Zülpich nun mal am Fuße der Eifel liegt, war mit dem – Internationalen Eifel- Pokal – auch bald ein passender Name gefunden.

1968 / 1969
Im Jahr 1968 war es dann soweit. Über 50 Modellflieger aus Holland, Belgien, Luxemburg und aus der Bundesrepublik waren der Einladung zum 1. Internationalen Eifel-Pokal gefolgt.

Bis zum Jahr 1969 konnte unser Modellflugplatz durch Zupachtung auf insg. 4 Morgen erweitert
werden.

1972
War das Vereinsleben bis dahin harmonisch uns im besten Einvernehmen verlaufen, zeichneten sich im laufe des Jahres 1972 erste ernsthafte Differenzen ab. In der Herbstversammlung am 26.11.1972 kam es dann zum Eklat. Nach einer fast dramatisch zu nennenden Sitzung kam es nach einer dreistündigen sehr heftig und kontrovers geführten Diskussion zur Spaltung des Vereins. Nach einer Kampfabstimmung verließen 20 Modellflieger den Verein, der hierdurch fast ein Drittel seiner Mitglieder verlor. Aber bereits nach einem Jahr war dieser Schock überwunden und der Verein präsentierte sich fast wieder in alter Stärke. Die großen Veranstaltungen der Vereins: das Schaufliegen der ferngelenkten Modelle, die Modellbau-Ausstellung und der Int. Eifel-Pokal erwiesen sich hier als verbindende Kraft. Der Int. Eifel-Pokal fand immer größeren Zuspruch. Und zu den großen Schauflugveranstaltungen und Modellbau-Ausstellungen kamenregelmäßig mehr als tausend Besucher.

1977 – 1980
Zählte der Int. Eifel-Pokal 1969 noch 51 Teilnehmer aus 3 Nationen, so waren 1980 insg. 89 aktive Teilnehmer aus 8 Nationen am Start.

Durch Anpachtung von weiteren 4 Morgen konnte unser Modellflugplatz auf nunmehr rd. 8 Morgen bzw. 2 ha vergrößert werden.

1981
Ab 1981 erhielt der LSC-Zülpich 1956 e.V. tatkräftige personelle und finanzielle Unterstützung bei der Organisation des Int. Eifel-Pokals durch den LSV Albatros aus Oer Erkenschick mit Uli Müller an der Spitze.

Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Josef C. Rhiem feierte der LSC-Zülpich 1956 e.V. im Oktober 1981 sein 25-jähriges Bestehen. Der Festkommers fand statt in der Stadthalle in Zülpich. Zahlreiche Gäste aus Kultur und Politik nahmen an der Jubiläumsfeier teil.
Bürgermeister Rhiem bestätigte dem Verein in seiner Festansprache: „ ein glänzendes Aushängeschild für die Stadt Zülpich zu sein“.

Ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr war die große Modellbauausstellung in der Stadthalle in Zülpich. Der LSC-Zülpich 1956 e.V. präsentierte hier einer interessierten Öffentlichkeit die gesamte Bandbreite des aktuellen Modellflugs.

Die seit einigen Jahren in der Öffentlichkeit und in den politischen Gremien der Stadt Zülpich geführte Diskussion über die Errichtung eines Sportflugplatzes für manntragende Motor- und Segelflugzeuge auf dem Görresberg brach erneut auf. Die gegen Ende der siebziger Jahre gegründete Bürgerinitiative Schwerfen, Sinzenich u. Virnich e.V., mit Dr. Becker an der Spitze, sprach sich nachdrücklich gegen die Errichtung eines Sportflugplatzes – Auf dem Görresberg – aus. Die Ausübung des Modellflugbetriebs durch den LSC-Zülpich 1956 e.V. wurde ausdrücklich gebilligt. Der LSC-Zülpich 1956 e.V. erklärte sich solidarisch mit den Zielen der Bürgerinitiative. Die Vereinsführung sah hierin den einzigen Weg, das seinerzeit noch angepachtete Gelände für den Modellflug zu erhalten.

1982
Einen Glanzpunkt in seiner Vereinsgeschichte setzte der LSC-Zülpich 1956 e.V. im Jahre 1982. Dem Verein, Mitglied im Deutschen Aero Club e.V., wurde die Ausrichtung der Freiflug- Europameisterschaft in den internationalen Klassen F 1 A Segelflugmodelle, F 1 B Gummimotormodelle, und F 1 C Modelle mit Verbrennungsmotor übertragen. Die Schirmherrschaft dieser Europa-Meisterschaft hatte der Ministerpräsident des Landes
Nordrhein-Westfalen, Johannes Rau, übernommen. Ausgetragen wurde die EM in der Zeit vom 3. September – 9. September 1982. Die Landwirte aus den umliegenden Ortsteilen hatten dankenswerterweise ihre Ackerflächen rund um unseren Modellflugplatz für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt.

Die Organisation dieser EM bedeutete für den LSC-Zülpich 1956 e.V.nicht nur eine große Ehre, sondern auch eine riesige Verantwortung und eine ganze Menge Arbeit. Organisiert werden mussten, um nur die wichtigsten aufzuzählen:

– die Unterbringung von rd. 350 Sportlern und Offiziellen
– Verpflegung tagsüber, einschl. Getränke
– Toiletten und Waschanlagen
– Bauprüfung aller Modelle (ca. 560) auf Einhaltung der zulässigen Flächeninhalte und Gewicht, Gummigewicht und Motoren
– Sicherstellung eines einheitlichen Wettbewerbskraftstoffs, Kühlboxen für den Gummi
– Bauprüfer und Zeitnehmer für alle Wettbewerbstage
– Empfang der Mannschaftsführer beim Bürgermeister
– Eröffnungsfeier im Stadion Blayer Straße
– Siegerehrung und Abschlussfeier, Banquett in der Stadthalle.

Alle organisatorischen Aufgaben wurden ehrenamtlich, mit Eifer und Engagement, und letztlich auch mit Erfolg bewältigt.

Die EM Freiflug wurde eröffnet mit dem Einmarsch von rd. 350 Sportlern, Delegationsleitern, Mannschaftsführern und Betreuern aus 19 europäischen Nationen in das bis auf den letzten Platz besetzte Stadion an der Blayer Straße. Mannschaften aus Polen und der ehem. DDR waren
nicht vertreten. Gründe hierfür sind nicht bekannt geworden. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Deutschen Aero Clubs e.V., Dr.Berthold Petersen, Landrat Josef Linden und Bürgermeister Josef C. Rhiem rollte ein zweistündiges buntes Programm ab.
Fallschirmspringer eröffneten das Programm. Gefolgt von Darbietungen der UL-Flieger, der Fähndelschwenker, einer Volkstanzgruppe, einer großen Kunstflugmaschine und den Vorführungen der Clubmitglieder und einiger befreundeter Vereine. Der Start eines Heißluftballons markierte den Abschluß der Eröffnungsfeier.

Bei der Siegerehrung am 8.9.1982 im Stadion an der Blayer Straße gab es dann eine Überraschung. Als um 19.00 Uhr der Einmarsch der Nationen erfolgen sollte, fehlten die Mannschaften aus der Sowjetunion und Bulgarien. Was war passiert ? Die sowjetische Mannschaft war zu einem Empfang in ihre Botschaft nach Bonn gefahren und war dort „länger“ aufgehalten worden. Die Bulgaren hatten wohl einen Ausflug gemacht und sich dabei verfahren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. So kam es, dass bei der Siegerehrung einige Plätze auf dem Siegerpodest leer blieben.

Der Vizepräsident des DAeC, Ignaz Bernauer:“ der LSC-Zülpich 1956 e.V. hat eine große organisatorische Leistung vollbracht und diese EM hat sich als ein echtes europäisches Freundschaftstreffen erwiesen“. Diese Worte wurden von anhaltendem Beifall des Publikums und aller teilnehmenden Mannschaften begleitet.

Die Kosten dieser Mammutveranstaltung lagen bei rd. 100.000,00 DM; die überwiegend durch die Nenngelder der teilnehmenden Nationen gedeckt wurden. Dank einiger Spenden war am Ende sogar ein kleines Plus zu verzeichnen. Die Bewältigung dieser großen Aufgabe war aber nur möglich, weil alle Mitglieder des Vereins sich uneigennützig und mit ganzer Kraft für das Gelingen dieser Europameisterschaft eingesetzt haben.

Aufgrund der Europameisterschaft im Freiflug wurde im Jahr 1982 der Internationale Eifel-Pokal nicht ausgetragen.

1983
Der 15. Internationale Eifel-Pokal im Jahr 1983 ausgetragen. Sturm und Regen bescherten dem Int. Eifel-Pokal nach 1983 sinkende Teilnehmerzahlen und damit unter dem Strich ein Minus in der Vereinskasse. Der Vorstand suchte nach Wegen, um die Finanzierung des Eifel-Pokals dauerhaft abzusichern.

1988 / 1989
Es war auch im Jahr 1988 als uns der westliche Teil des Platzes in einer Größe von etwa 4 preußischen Morgen zum Kauf angeboten wurde. Nach langwierigen Verhandlungen und unter großen finanziellen Anstrengungen konnte dann 1989 diese Teilfläche gekauft werden. Wir waren damit Eigentümer eines Modellflugplatzes.

Nach einer Pause von einigen Jahren trat der Verein im Herbst 1988 noch einmal mit einer großen Modellbau-Ausstellung an die Öffentlichkeit.

Auf Initiative von Hans Kreitz stellte die Stadt Mechernich dann in den Herbstferien das Foyer der St. Barbara Schule kostenlos zur Verfügung. Der Aufbau und die Betreuung der Ausstellung wurde von den „üblichen Verdächtigen“ organisiert. Unterstützt wurden sie dabei von ihren Ehefrauen und Partnerinnen, die auch den Verkauf von Kaffee und Kuchen und eine Tombola organisiert haben.

Alles was die Mitglieder an großen und kleinen Modellflugzeugen zu Hause im „Hangar“ stehen hatten wurde vorgestellt und in dieser Ausstellung liebevoll präsentiert. Der Lohn für diese Mühen war der Besuch von etwa 500 Besuchern an den beiden Ausstellungstagen.
In das Jahr 1988 fällt auch der Besuch der Freiflug Nationalmannschaft der ehm. DDR beim Int. Eifel-Pokal. Die Einladung dazu musste allerdings hochoffiziell über den DAeC e.V. erfolgen. Die Mannschaft bestand aus je drei Sportlern der Klassen F1A, F1B, F1C, drei Betreuern, einem Mannschaftsführer und dem Delegationsleiter. Die Mannschaft wurde von diesem Stab gut abgeschirmt, so dass persönliche Kontakte nicht möglich und wohl auch nicht erwünscht waren. Abends beim Essen im Hotel Ritterstuben in Hergarten wurden dann einige Höflichkeiten
ausgetauscht.

Die Situation beim Int Eifel-Pokal hat sich in den Jahren nach 1983 nicht wesentlich gebessert. Die Teilnehmerzahlen waren nach wie vor starken wetterbedingten Schwankungen unterworfen. 
Der Vorstand suchte weiter nach Wegen, um die Finanzierung des Int. Eifel-Pokals solide und dauerhaft abzusichern, ohne die Vereinskasse hier und da mit. Fehlbeträgen zu belasten. Auf Initiative des Vereins wurde zur Jahreswende 1988/89 im Vereinshaus des LSV Leverkusen eine
Interessengemeinschaft Eifel-Pokal gegründet, der die Vereine Zülpich, Leverkusen, Düsseldorf, Schwelm, Oer-Erkenschwick, Bergkamen , Opladen und die Modellflugkommission des DAeC e.V. Landesverband NRW angehören.

1990
Nach dem Bruch des Eisernen Vorhangs und dem Fall der Mauer in Berlin 1989/90 nahm der Int. Eifel-Pokal einen ungeheuren Aufschwung. Auch das Wetter spielte plötzlich wieder mit und bescherte uns beste Wettbewerbsbedingungen. Startfelder mit 150 – 160 aktiven Teilnehmern
waren die Regel. Bedingt durch die politischen Veränderungen im Osten Europas stieg auch die Zahl der beim Eifel-Pokal vertretenen Nationen sprunghaft an.

1993 / 1994
In den Jahren 1993/94 waren 22 bzw. 23 Nationen beim Int. Eifel-Pokal vertreten. Darunter auch Teilnehmer aus Argentinien und Amerika. Die weiteste Anreise über Land hatte 1994 eine Gruppe von Modellfliegern, die mit einem kleinen Bus aus Nowosibirsk angereist waren.

Der 25. Int. Eifel-Pokal 1994 wurde gefeiert mit einem Banquett in der Schützenhalle in Schwerfen. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Musikverein Berg/Bürvenich. Rheinisches Brauchtum vermittelte die Tanzgarde der Schwerfener Karnevalsgesellschaft. Die Gäste des Int.
Eifel-Pokals aus aller Welt waren restlos begeistert.

1997
Es war im Jahr 1997 als uns von dem Landwirt Hubert Quadflieg die andere Hälfte des Platzes, von ebenfalls 4 Morgen, zum Kauf angeboten wurde. Der Vorstand hat nicht lange gezögert und hat das Angebot angenommen, zumal der Kaufpreis um einiges günstiger war als Das, was wir
beim Kauf der anderen Platzhälfte „hinblättern“ mussten. Seit Ende 1997 sind wir nun Eigentümer eines ca. 2 ha großen Modellflugplatzes.

1998
Die Förderung und die Präsentation aller Sparten und Klassen des Modellflugs war und ist bis heute ein Anliegen unseres Vereins. Ziel dieser Bemühungen ist, junge Menschen für den Modellflug zu begeistern und ihnen Alternativen einer sinnvollen Freizeitgestaltung aufzuzeigen.
Mit einem – Tag der offenen Tür – am 16/17. Mai 1998 sollte dieses Bestreben, auch in der Öffentlichkeit, noch einmal deutlich gemacht werden.

Es gab kein festes Programm. Vorgeführt wurden Modelle aus fast allen Bereichen des ferngesteuerten Modellflugs. Der Schwerpunkt dieser Flugvorführungen wurde aber auf das Steuern von Modellen im Lehrer-Schülerbetrieb gelegt. An den beiden Tagen haben nach unseren Aufzeichnungen 89 Mädchen und Jungen von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Die Eltern der Mädchen und Jungen hatten dabei Gelegenheit, sich ausführlich über alle den Modellflug betreffenden Fragen zu Informieren. Der Zuschauerzuspruch für eine derartige Veranstaltung war mehr als zufrieden stellend. Alles in Allem eine gelungene Präsentation des Modellflugs.

2000
Im Jahr 2000 wurde eine Neuauflage des früher so beliebten Wettbewerbs – Kleiner Uhu – gestartet. Unter den Mädchen und Jungen im Alter zwischen 8 und 14 Jahren erfreute er sich auf Anhieb großer Beliebtheit. Beim Neubeginn Anfang September 2000 haben 15 Mädchen und Jungen teilgenommen. 2003 waren es bereits 19.

2003
Zwischen all diesen großen Veranstaltungen werden regelmäßig unsere Vereinsmeisterschaften im Segelflug, Motorflug, Segelflugschlepp und seit 2003 auch ein Vergleichsfliegen mit Elektroflugmodellen ausgetragen. Hier liegt das Zuschauerinteresse mehr im Familien- und Freundeskreis.

Eine sehr gute Entwicklung nahm der Wettbewerb mit dem kleinen Uhu. Hier stiegen die Teilnehmerzahlen von 21 in 2004 über 29 in 2005 auf 38 im Jahr 2007. Damit dürfte unser Wettbewerb mit dem kleinen Uhu der teilnehmerstärkste Wettbewerb dieser Kategorie weit und breit sein. Wohl auch eine Folge der guten Organisation und des guten Essens.

Im Rahmen einer Vereinspräsentation wurde für das Wochenende vom 20./21.6.2003 ein „kleiner Flugtag“ organisiert. Das Programm wurde überwiegend mit eigenen Kräften gestaltet. Neben einigen Piloten aus befreundeten Vereinen war auch eine Gruppe der MfG – Vorderer Hunsrück – Boppard zu Gast. Sie präsentierten einem interessierten Publikum erstmals ferngelenkte Fallschirmspringer. Die Zuschauer waren begeistert und forderten mehrfach Zugaben. Aber auch die Modellflieger aus unseren eigenen Reihen zeigten ihr ganzes Können und wurden dafür mit freundlichem Beifall belohnt.

2005
In den Jahren danach wurde bereits eifrig über das Vereinsjubiläum in 2006 diskutiert. Für die organisatorischen Vorbereitungen war eine Vorlaufzeit von einem Jahr kalkuliert worden. Im März 2005 wurde von der Mitgliederversammlung der Termin für das Jubiläum auf den 17. u. 18. Juni 2006 festgelegt. Veranstaltungsort: unser Modellflugplatz. Es wurde beschlossen, eine Festschrift herauszugeben, einen Festkommers und ein großes Schaufliegen zu veranstalten. In der Versammlung wurden diese Punkte eifrig diskutiert und alle haben ihre Bereitschaft bekundet, sich aktiv an den Vorbereitungen für das große Ereignis zu beteiligen. Arbeitsgruppen wurden gebildet und erste Aufgaben zugeteilt.

Im Jahr 2000 wurde eine Neuauflage des früher so beliebten Wettbewerbs – Kleiner Uhu – gestartet. Unter den Mädchen und Jungen im Alter zwischen 8 und 14 Jahren erfreute er sich auf Anhieb großer Beliebtheit. Beim Neubeginn Anfang September 2000 haben 15 Mädchen und Jungen teilgenommen. 2003 waren es bereits 19.

2003
Zwischen all diesen großen Veranstaltungen werden regelmäßig unsere Vereinsmeisterschaften im Segelflug, Motorflug, Segelflugschlepp und seit 2003 auch ein Vergleichsfliegen mit Elektroflugmodellen ausgetragen. Hier liegt das Zuschauerinteresse mehr im Familien- und Freundeskreis.

Eine sehr gute Entwicklung nahm der Wettbewerb mit dem kleinen Uhu. Hier stiegen die Teilnehmerzahlen von 21 in 2004 über 29 in 2005 auf 38 im Jahr 2007. Damit dürfte unser Wettbewerb mit dem kleinen Uhu der teilnehmerstärkste Wettbewerb dieser Kategorie weit und
breit sein. Wohl auch eine Folge der guten Organisation und des guten Essens. Auf Grund der guten Leistungen wurden bisher Christian Conrad, Wilko Weis-Wiesmann, Katrin Wolff aus Zülpich und Nico Büscher aus Niederkassel-Rheidt zum Bundeswettbewerb nach Laucha in Thüringen eingeladen.

Im Rahmen einer Vereinspräsentation wurde für das Wochenende vom 20./21.6.2003 ein „kleiner Flugtag“ organisiert. Das Programm wurde überwiegend mit eigenen Kräften gestaltet. Neben einigen Piloten aus befreundeten Vereinen war auch eine Gruppe der MfG – Vorderer Hunsrück – Boppard zu Gast. Sie präsentierten einem interessierten Publikum erstmals ferngelenkte Fallschirmspringer. Die Zuschauer waren begeistert und forderten mehrfach Zugaben. Aber auch die Modellflieger aus unseren eigenen Reihen zeigten ihr ganzes Können und wurden dafür mit freundlichem Beifall belohnt.

2005
In den Jahren danach wurde bereits eifrig über das Vereinsjubiläum in 2006 diskutiert. Für die organisatorischen Vorbereitungen war eine Vorlaufzeit von einem Jahr kalkuliert worden. Im März 2005 wurde von der Mitgliederversammlung der Termin für das Jubiläum auf den 17. u. 18. Juni 2006 festgelegt. Veranstaltungsort: unser Modellflugplatz. Es wurde beschlossen, eine Festschrift herauszugeben, einen Festkommers und ein großes Schaufliegen zu veranstalten. In der Versammlung wurden diese Punkte eifrig diskutiert und alle haben ihre Bereitschaft bekundet, sich aktiv an den Vorbereitungen für das große Ereignis zu beteiligen.

Arbeitsgruppen wurden gebildet und erste Aufgaben zugeteilt. Erstmals in der Geschichte unseres Vereins wurde für den 25.Nov.2005 eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Einziger TOP: 50-jähriges Jubiläum des LSC-Zülpich 1956 e.V. In zeitlichen Abständen folgten einige Besprechungen der Arbeitsgruppen zwecks Feinabstimmung der organisatorischen Vorbereitungen etc.

2006
Und dann endlich war es soweit. Einige Tage vorher wurde so nach und nach die geplante Infrastruktur erstellt bzw. aufgebaut. Da unser Modellflugplatz mitten in der „Prärie“ liegt mussten : Stromversorgung, Wasserversorgung, Toiletten, Abfallcontainer, Festzelt, Imbiß- und
Getränkepavillion, Zelt für die Frequenzüberwachung, Platzbeleuchtung, Parkplatz etc. hergerichtet bzw. aufgebaut werden. Kaum war freitags alles aufgebaut, rollten aber auch schon die ersten Gäste mit ihren Wohnmobilen und Wohnwagen an, bauten ihre Wagen und Zelte auf und richteten sich häuslich ein. Abends glich der Platz dann einem kleinen Heerlager. Alles was in Modellflugkreisen Rang und Namen hat war unserer Einladung gefolgt.

Am Samstag war dann Generalprobe und freies Training. Bei schönstem Sommerwetter, kaum Wind und strahlend blauer Himmel, starteten die ersten Modelle. Die zahlreichen Zuschauer schauten interessiert zu als die MiGs und Co. ihr Programm absolvierten. Die Flugleiter und Frequenzüberwacher konnten ohne zeitlichen Druck schon einmal „üben“. An Imbiß- und Getränkewagen herrschte reger Betrieb. Im Festzelt wurde die Dekoration für den Festkommers am Abend noch einmal überprüft und letzte Hand angelegt.

Der LSC-Zülpich 1956 e.V. hat aus diesem besonderen Anlaß eine Festschrift herausgegeben, die beim Festkommers am Abend vorgestellt wurde. In Wort und Bild ist hier die Erfolgsgeschichte unseres Vereins für die Nachwelt festgehalten. Die Festschrift aus Anlaß unseres 50-jährigen Vereinsjubiläums, flott aufgemacht und mit einem ansprechenden Layout, wurde allg. mit Lob bedacht. Unser Chefredakteur hat hier also gute Arbeit geleistet.

Zum Festkommers konnte Vorsitzender Andreas Bungart zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik, aus Verbänden und Vereinen, von der lokalen Presse, und nicht zuletzt unsere Platznachbarn, die Landwirte aus den umliegenden Ortsteilen begrüßen. Der Kreis Euskirchen wurde vertreten durch den stellv. Landrat Josef C. Rhiem, die Stadt Zülpich durch den stellv. Bürgermeister Peter Lubberich, der Deutsche Aero Club e.V. durch den Präsidenten Dr. Heinrich W.Kettler, und den Vorsitzenden der Modellflugkommission NRW Klaus Kosmalla.

Den musikalischen Rahmen gestaltete der Musikverein Floisdorf unter der Leitung seines Dirigenten Peter Züll.

Die Festansprache hielt der stellv. Landrat J.C. Rhiem. In einer launigen und humorvollen Rede skizzierte er die Höhepunkte aus der 50-jährigen Geschichte des Vereins. Mit der Ausrichtung von Modellbauausstellungen ,den großen Schauflugveranstaltungen, dem Int. Eifel-Pokal und der Freiflug Europameisterschaft 1982 habe der LSC-Zülpich 1956 e.V. eigene Geschichte geschrieben, aber auch ein Stückchen an der Geschichte der Stadt Zülpich mitgeschrieben. Rhiem hat den LSC-Zülpich 1956 e.V. fast 25 Jahre lang als Bürgermeister der Stadt Zülpich begleitet und gefördert.

Der Präsident des DAeC e.V. Landesverband NRW, Dr. Kettler überbrachte die Glückwünsche aller Luftsportler des Landesverbandes NRW. Er bescheinigte des LSC-Zülpich 1956 e.V. den Modellflug in Deutschland entscheidend mitgestaltet und ein Stück weit vorangebracht zu
haben. Er erinnerte hier noch einmal an die sportlichen Erfolge der Vereinsmitglieder, den Int. Eifel-Pokal und an die Ausrichtung der Freiflug Europameisterschaft.

Für Rat und Verwaltung der Stadt Zülpich überbrachte der stellv. Bürgermeister P.Lubberich die Glückwünsche zum 50-jährigen Jubiläum. Der LSC-Zülpich 1956 e.V. habe den Namen der Stadt Zülpich weit über Deutschland hinaus bekannt gemacht; der Verein sei ein glänzendes
Aushängeschild für die Stadt Zülpich. Nach einer weiteren musikalischen Einlage des MV Floisdorf stand die Ehrung langjähriger Mitglieder auf dem Programm.

Im Anschluß an die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder hatten die anwesenden Vereine Gelegenheit dem Jubilar, LSC-Zülpich 1956 e.V., zu gratulieren.

Ein bunter Tupfer im Programm des Abends war der Auftritt der Showtanzgruppe der Schwerfener Karnevalsgesellschaft. Zu fetziger Musik boten sie Tanzakrobatik vom Feinsten. So etwas hatten die meisten Gäste zuvor wohl noch nie live gesehen. Entsprechend groß war der
Beifall. Erst nach einigen Zugaben wurden sie mit einem stürmischen Schlußapplaus verabschiedet.

Nach dem Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung saßen Gäste und Gastgeber noch lange zusammen und so manche Anektode aus vergangenen Tagen wurde hier noch mal „aufgewärmt“.

Der Sonntag begann dann mit einem gemeinsamen Frühstück mit unseren Gästen im Festzelt. Gegen Mittag füllte sich der Zuschauerraum und zu Beginn des Schauflugprogramms war der Zuschauerraum rappelvoll. Pünktlich um 14.00 Uhr markierte der Start einer 4 m großen
Modellrakete den offiziellen Beginn des Schaufliegens. Die Zuschauer erlebten Modellflugvorführungen, wie sie in Zülpich und Umgebung vorher noch nie zu sehen waren. Es war schon beeindruckend, wenn eine MiG 15, eine F 18, eine große Wilga mit 3,40m Spannweite,
eine Me 104, Großsegler wie der Duo Diskus oder die Toons, eine Christen Eagle oder eine große Pitts ihre Figuren in den strahlend blauen Himmel zeichneten. Und dann der Fesselflug. Einfach irre ! Auch die Hubschrauber zeigten Rollen, Rückenflug und Loopings. Alles Figuren die man bei einer normalen Hubschraubervorführung eigentlich nicht erwartet. Ein weiteres Highlight war der Absprung von ferngelenkten Fallschirmspringer-Modellen.

Ständig waren 2-3 Modelle in der Luft und die Piloten zeigten ihr ganzes Können. Aber auch die Flugleiter und Frequenzüberwacher bewiesen dass sie ihre Aufgabe beherrschten und den Ablauf des Programms unter Kontrolle hatten.

Es war ein kleines Kerlchen von etwa 8 oder 9 Jahren, welches all diesen erfahrenen Piloten die „Schau“ stehlen sollte. Der Kleine war mit seinem Vater unangemeldet zu unserem Schaufliegen gekommen. Der Vater fragte bei der Flugleitung an, ob sein Sohn auch einmal starten dürfe. Auf Grund des dicht gedrängten Programms war dies zunächst nicht möglich.

Der Junge war schon dem Weinen nahe, als es wider Erwarten eine kleine Lücke im Programm gab und die Flugleiter ihn einschieben konnten. Was dann folgte war einfach atemberaubend. Zuschauer und – Fachleute- kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was der kleine Kerl mit einem Tragflächenmodell mit Verbrennungsmotor von etwa 1,80m bis 2,0m Spannweite alles anstellte war unbeschreiblich. Er ließ das Modell regelrecht tanzen. Das Modell „auf dem Schwanz stehend“ einen Meter über dem Boden zu halten und rotieren zu lassen; spektakulär. Das kann man mit Worten nicht beschreiben, das muß man gesehen haben. Es gab Beifall auf offener Szene. Als der Kleine den Platz verließ da war er gewachsen, mindestens einen halben Meter.

Den Schlusspunkt unter eine mit viel Beifall bedachte Veranstaltung setzte der zweite Start der 4m Modellrakete, die innerhalb von 2-3 Sekunden laut zischend etwa 300m hoch senkrecht in den Himmel schoß. Fazit der Organisatoren: eine rundum gelungene Veranstaltung. Positiv zu vermerken ist, dass es keine Zwischenfälle, keine Abstürze und keine größeren Verletzungen gab.

Die Gäste unserer Veranstaltung haben sich beim Abschied bedankt für die Gastfreundschaft und für die hervorragende Organisation. Sie hätten sich wohl gefühlt bei uns und würden gerne einmal wiederkommen.

2010
Ende 2010 wurde ein weiteres Grundstück für den Verein erworben, welches Süd-Östlich an unser bestehendes Grundstück angrenzt.

2011
Bei der Platzpflege am 19. März 2011 wurde unsere neue Videoüberwachungsanlage installiert, die ab sofort eine Überwachung unseres Fluggeländes so wie der Hütte erlaubt.